Erfolgreicher Musikmentorenkurs für Melissa Halm, Leonie Kusserow und Eva Pischel

Leonie Kusserow, Eva Pischel, Melissa Halm mit E.Limbach vor der Landesmusikakademie Schloss Engers

In Kooperation mit dem Landesmusikrat Rheinland-Pfalz und dem Bund deutscher Zupfmusiker begann im November 2010 in der Landesmusikakademie eine vierteilige Ausbildung für junge Zupfmusiker.

Der Kurs bereitete Jugendliche, die Gitarre oder Mandoline spielen, darauf vor, selbständig grundlegende Probenarbeit mit einem Ensemble zu leisten. Ausbildungsinhalte waren neben Grundlagen des Dirigierens und der Ensembleleitung u.a. auch Probendidaktik und -methodik sowie Spieltechniken und grundlegende instrumentenbauliche Kenntnisse von Mandoline und Gitarre.

Die Kursteilnehmer standen unter der Leitung von Mirko Schrader und Jeannette Mozos del Campo. Eine fachlich hochkarätige Besetzung im Bereich der Zupfmusik. Für mich war es eine absolute Bereicherung meine Schülerinnen, die jetzigen jungen Nachwuchsdirigentinnen, zu sehen.

Eva Pischel dirigierte „The Princess Royal“ von Bruno Szordikowski trotz leichter Nervösität ganz im Takt ohne das Tempo und das Gefühl für die Musik zu verlieren.

Das „Crocodile HipHop“ wurde von Leonie Kusserow trotz der vielen Einsätze der einzelnen Stimmen mit sicherer Hand geführt. Hier konnte man die Erfahrungen mit der Arbeit des Jugendzupforchester „pizzicato“ spüren.

Zum Ende kündigte Melissa Halm ihr Stück „Lannigan`s Ball“ an. Das ruhige Tempo wurde mit einer Legatobewegung der rechten Hand durchgeführt und das schnelle Stück im Anschluss akzentuiert angegeben.

Viele meiner Anregungen bei der Probenarbeit zu Hause mit den Dreien wurden eingesetzt und mit sicherer Hand ausgeführt. Das hat mich sehr gefreut!

Somit kann ich Eva, Leonie und Melissa meinen Respekt erweisen und sagen: „Herzlichen Glückwunsch Kolleginnen!“


Elke Limbach

Konzert im Rheinischen Landesmuseum am 16.01.2011

Ausblick auf das Orchester von der Galiere des Kuppelsaales

Am 16.01.2011 trat das Mandolinenorchester im Rahmen eines Familientages im Rheinischen Landesmuseum in Bonn auf. Passend zur Sonderausstellung „Renaissance am Rhein“ spielte das Orchester Stücke aus der Zeit der Renaissance. Das Konzert fand in drei Blöcken statt, zwischen denen die Besucher sich von kostümierten Museumsführerinnen durch die Ausstellung leiten lassen konnten.

Zu den angegebenen Zeiten fanden sich die musikinteressierten Museumsbesucher dann wieder im Kuppelsaal ein, wo Daniel Seibert sie begrüßte und ein paar einleitende Worte zu Ablauf, Werken und Komponisten gab.

Das Orchester wurde unterstützt von Victor Moser (Cembalo), Cretulescu Mircea (Tenor) und Kanao Debinski (Gitarre).

Frau Brückner vom Rheinischen Landesmusem dankte dem Orchester für die Gestaltung dieses Auftrittes und übergab der Dirigentin Elke Limbach zwei CDs mit Werken anderer Musiker, die für diese Ausstellung aufgezeichnet worden waren.

Capriccio microna: Konzert in Hennef-Rott am am 07.11.2010

Großer Andrang herrschte in der Pfarrkirche in Hennef-Rott. Vor fast 200 Zuhörern präsentierte das Mandolinenorchester Hennef-Kurscheid 1924 e.V. ein abwechslungsreiches Konzert. Auf den Programm standen Werke von Bach, Händel, Piazolla und Paulsen-Bahnsen.

Mit Victor Moser am Cembalo wirkte ein virtuoser und musikalisch brillianter Musiker mit, der es verstand, das Konzert A-Dur für Cembalo von Bach ausdrucksstark und gefühlvoll zu präsentieren.

Weitere Solisten des Nachmittags waren Melissa Halm und Rafael Chierpka. Mit ihrem Duo Mandoline und Gitarre „Libertango“ von Astor Piazolla setzten sie die Vorgaben des Komponisten nach freiem Spiel der Instrumente in hervorragender Weise um. Das Publikum applaudierte fast stehend nach diesem Solo; schöner konnte man fast nicht mehr spielen!

Daniel Seibert gab zwischen den einzelnen Stücken interessante Ausführungen zu Komponisten und Werke. Erst nach zwei Zugaben entließ das Publikum Spieler und Solisten. Elke Limbach, die musikalische Leiterin hatte wiederum ein erfolgreiches Konzert einstudiert, dass die Qualität und den hohen Anspruch, den das Orchester selbst an sich stellt, bestätigt hat.

 

Orchester mit Solist

Orchesterfahrt nach Ostfriesland

Die Konzertfahrten des Mandolinenorchesters Hennef-Kurscheid 1924 e.V. sind etwas ganz Besonderes!

Alle zwei Jahre fahren das Orchester und seine Vereinsmitglieder, die die bewährte Mischung von Kulturreise und Konzerten lieben, auf Reise. Tschechien, Frankreich, Österreich und England waren schon einmal die Ziele.

Nun, 2010, sollte es an die berühmte Nordseeküste nach Ostfriesland gehen! Die Unterbringung in einem Landhotel in der Nähe von Neuharlingersiel war der ideale Ausgangspunkt für die Fahrten ins Störtebeckerland. Dazu zählte u.a. die Fahrt in die älteste Stadt Ostfrieslands Norden, die Besichtigung der Seehundstation in Norddeich, die Fahrt nach Wilhelmshaven, der Besuch des Deutschen Marinemuseums und die Stadtbesichtigung in Jever mit Schloss und der berühmten Blaudruckerei.

Höhepunkt der Reise war gewiss die Fahrt auf die Insel Langeoog. Mit einer der ersten Fähren verließen wir das Festland und kamen bei Sonnenschein auf der Insel an. Außer den Mitreisenden waren heute alle Orchesterinstrumente an Bord! Das Verfrachten des Kontrabasses in das Inselbähnchen, das am Hafen von Langeoog auf uns wartete, glich einem Geduldspiel – die Türen sollten ja auch noch geschlossen werden… Nach einer Anspielprobe im ev. Gemeindesaal hielt uns nichts mehr auf den Stühlen. Wir sausten an den Strand – Schuhe aus und hinein ins Kühle Nass! Andere legten sich gemütlich in den Sand, schlummerten in der Sonne oder genossen ein Eis in der gemütlichen Dorfmitte. Mit solchen schönen Bildern lässt sich dann auch gut musizieren.

„Durchatmen – Zupfmusik, ein Hörgenuss der besonderen Art“ hieß der Titel des Konzertes in der alten ev. Kirche. In der vollen Kirche erklang eine wunderschöne Zusammenstellung von Klassik, Irish-Folk und Moderne. Mit einer Sonderfahrt der Bimmelbahn und Fähre ging es im Dunkeln zurück zum Hotel.

Der Besuch der Stadt Papenburg mit seiner berühmten Meyer-Werft war spannend – ein Kreuzfahrtschiff soll in fast einem Monat auslaufen. Es stand fast fertig in der riesigen 75m hohen Halle. „Wir könnten mit dem Orchester auch mal auf einem dieser Luxusschiffe spielen“, bemerkte ein Mitspieler.

Am nächsten Tag folgten ein gemütlicher Spaziergang im Hafen von Carolinensiel mit seinen kleinen Kapitänshäusern und die Fahrt mit einem Raddampfer nach Harlesiel. Abends gab das Mandolinenorchester Hennef-Kurscheid sein zweites Konzert in der St. Dionysius Kirche in Asel. Eine ganz besondere Atmosphäre entstand während des Konzertes in dieser aus dem frühen 14. Jahrhunderts erbauten Kirche – die Musik vereinte sich in dem kleinen mit echten Kerzen erleuchteten Raum.

Diesmal stand ein Gitarrensolo von Villa-Lobos vorgetragen von Rafael Cierpka neu auf dem Programm. Mit Blumen und einem Original „Schiet-Wetter-Tee“ wurde unsere Dirigentin Elke Limbach von der Gemeinde und dem Orchester gedankt. Langer Applaus und eine Seguidilla als Zugabe.

Eine tolle Orchester- und Vereinsfahrt ging danach nachts im Hotel mit einer irischen Session mit allen Orchestermitgliedern und für alle Mitreisenden zu Ende. Schade, dass die nächste große Fahrt erst in zwei Jahren stattfindet…

Zu dem diesjährigen Jahreskonzert lädt das Orchester sehr herzlich in die kath. Kirche in Hennef-Rott ein. Es findet am 07.11.2010 um 17.00 Uhr statt.

Sabine Koch